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ERDBEBEN
27.02.2010 - HILFE FÜR CHILE |
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(Text: Olaf Wündrich,
Fotos: (c) 2010 Alberto Araneda)
Am 27. Februar 2010 gab es in Chile ein Erdbeben der
Stärke 8,8
Daraufhin haben wir beschlossen, persönlich gezielt zu helfen.
Wir = ein Netzwerk von
Freunden, Bekannten, Kollegen und einfach allen, die hier helfen
wollen.
Warum diese persönliche Hilfe, wenn es doch große
Hilfsaufrufe von staatlicher Seite oder offiziellen Organisationen gab
und gibt? Wir wollten diejenigen ganz gezielt
unterstützen, die wir kennen oder über die wir durch
unsere Freunde wissen, daß sie Hilfe dringend brauchen aber
bisher nicht ausreichend erhalten haben.
- Wir wollten keine Bürokratie bei der Vergabe der Hilfsgelder,
- wir konnten sicherstellen, daß Spenden hundertprozentig ankommen
- wir mußten schnell helfen, noch vor dem Wintereinbruch,
- wir haben Rückmeldung über die jeweilige Situation
vor Ort und können uns so gut anpassen.
Weiter unten schildern wir, wie wir gezielt helfen.
zum besseren Verständnis kurz eine
Karte, auf denen Concepcion und Dichato verzeichnet sind:

Projekt 1: schnelle Hilfe für Alberto Araneda.
Alberto lehrt an der Universität von Concepcion und ist mit
seinen Kollegen von EULA häufig auch bei uns unterwegs.
So war er auch zum Zeitpunkt des Erdbebens zusammen mit Fernando und
Miguel im Süden der XI. Region von Aysén
mit wissenschaftlicher Feldarbeit betreut. Die drei fuhren
sofort nach dem Erdbeben über den Landweg in zwei Tagen nach
Temuco, um dann von dort nach Concepcion und Tomé zu
gelangen. Weder Fernandos noch Miguels oder Albertos Familien ist etwas
schlimmes passiert, nur Albertos Haus wurde in Mitleidenschaft gezogen.
Eine Mauer war eingestürzt. Albertos Wissenschaftlerkollegen
und Freunde aus Europa (Belgien) halfen schnell und
unbürokratisch.
Innerhalb einer Woche
waren 1465 EUR gesammelt und bei Sébastien
eingegangen, der dieses Geld an Olafs dt. Transferkonto
überwies. Um den Zeitverzug bei Auslandsüberweisungen
zu minimieren (nach Chile kann man mit bis zu 5 Arbeitstagen rechnen)
erhielt Alberto noch am gleichen Tag die umgerechnet 1.050.000 Pesos
von Olafs chilenischen Konto.
Alberto hat mit Hilfe eines Handwerkers die Mauer wiedererrichtet und
wird demnächst einige Bilder schicken, die wir hier
einstellen werden.
DANKE an die Gruppe um
Sébastien Bertrand aus Belgien für die wirklich
schnelle Hilfe von 1465 EUR!
Da dies so gut geklappt hat, hat Olaf Alberto gebeten, nach einer
Familie Ausschau zu halten, die alles verloren hat und keinen
großen Beistand erwarten darf - also genau gesagt, denen es
richtig schlimm geht. Daraus ist jetzt ein weiteres
Projekt hervorgegangen:
Projekt 2: Hilfe für Familien Arias-Avila in Dichato.

Dichato mit etwa 4000 Einwohnern liegt etwa 40km
nordöstlich der Stadt Concepcion, und gehört zur
Kommune Tomé. Vor dem Erdbeben war
Dichato dank seines 2400m Strands und geschützten Lage in
einer Bucht ein bekannter Badeort. Hauptsächlich lebten die
Menschen in Dichato jedoch vom Fischfang und Muschelzucht. Man
schätzt, dass das Erdbeben und die darauffolgenden Flutwellen
des
Tsunamis
von bis zu 10m Höhe etwa 80% des Dorfes zerstörten.
Das Meer, das sich zunächst weit zurückzog, drang
später mit Macht 400m in den Ort ein und verwüstete
alles,
was auf dem Wege lag. Es gab einige wenige Opfer und viele Verletzte.
Die Einwohner retteten sich kurz nach den Erdstößen
auf nahegelegene Hügel und konnten so den verheerenden Tsunami
überleben. Dabei verloren viele einfach
alles, Haus, Auto, jegliche Habe.

Wir unterstützen eine Familiengruppe in Dichato. Es handelt sich um insgesamt 8 Personen
zugehörig zu zwei Familien die eng beeinander in einem
provisorischem Camp auf den Hügeln bei Dichato
"überlebten":
Familie Luis Avila und
Mariela Letelier: Luis war bis zum Erdbebentag Fischer und
hat mit seinem Boot den Lebensunterhalt der Familie bestritten. Das
Ehepaar hat einen Sohn (Claudio), sechs Jahre.
Familie Pedro Arias und
Eliana Avila:

Pedro war bisher Forstarbeiter, arbeitet
jetzt nach dem Erdbeben als Tischler. Das Ehepaar hat zwei Kinder, eine
Tochter von sechs Jahren (Dayami) und Sohn Jovanny, welcher 10 Jahre
alt ist. Mit zur Familie gehört auch Großmutter
Gloria Hernandez (etwa 66 Jahre).
Die beiden Familien hatten bisher noch keine Notunterkunft durch die
Regierung gestellt bekommen. Sie lebten in Zelten und haben eine Art
Unterstand aufgebaut, damit der Regen ein wenig abgehalten werden kann
(siehe Fotos). Gekocht wird auf offenem Feuer.




Wir hatten Kontakt zu den beiden Familien über Alberto
bekommen, dessen Schwester eines der Kinder (Dayami) unterrichtet hat.
Er ist auch derjenige, der uns mit Fotos und Infos versorgt. Ohne seine
großartige Unterstützung , geopferte Zeit und so manchem
Pesos aus dem eigenen Geldbeutel wäre dieses Hilfprojekt sicher
nicht so gut gelaufen. Für seine uneigennützige Hilfe
möchten wir Alberto herzlichst danken!
Mittlerweile ist es durch Eure großzügigen Spenden gelungen, zwei Behelfsunterkünfte zu kaufen und diese nach Dichato per LKW zu transportieren. Das dies nicht immer einfach ist, kann man hier nachlesen.
Am Ende zählen wie gewohnt handfeste Ergebnisse, und die kann ich Euch heute hier präsentieren. Noch einmal: BESTEN DANK AN ALLE BETEILIGTEN!!!
Familie Avila-Letelier
Zusammen mit einigen wirklich netten Zeilen hat uns diese Familie einige Fotos von Ihrem neuen Heim gesendet.


Familie Arias-Avila
Alberto
hat einige gute Aufnahmen geschossen, als er vor ein paar Tagen bei der
Familie Arias-Avila war, Dies ist die zweite Unterkunft, die heute
einer 4-köpfigen Familie Schutz bietet.




Kosten
Die Kosten für die zwei behelfsmäßigen Unterkünfte betrugen 2.023.000 CLP, Rechnung ist hier einzusehen.
Der Transport der zwei Bausätze via LKW hat 100.000 CLP gekostet , Beleg ist hier abgespeichert.
Diese Transportkosten wurden freundlicherweise von
Sébastien Bertrand übernommen, Er gab Alberto die
Genehmigung, einen Teil seiner persönlichen Spende für
Alberto (= 100.000 CLP) für diesen Zweck zu nutzen. Vielen Dank
Sébastien!
Kommen wir nun zur einfachen vorläufigen Abrechnung per 16.06.2010, 12:00 LCL
+ 2.387.043 CLP (EURE SPENDEN bis 16.06.2010 - exakte Spendenliste hier abgelegt)
- 2.023.000 CLP ( 2 Notunterkünfte)
- 100.000 CLP (Transport der Unterkunftsbausätze/kits per LKW nach Dichato)
+ 100.000 CLP (Sèbastien)
------------------
+ 364.043 CLP
Dieser Rest wurde in gleichen Teilen von je 182.000 CLP an beide
Familien ueberreicht (Beleg hier).
Es wurde verwendet , um notwendige Extras
zu besorgen. Mittlerweile sind noch umgerechnet weitere 33.200 CLP
eingegangen (bis heute 3. August 2010), diese werden zusammen mit den
43 obig fehlenden Pesos zu einem spaeteren Zeitpunkt Haelfte Haelfte
uebergeben. Endabrechnung folgt.
Hier noch einmal die Bilder von Dichato nach der Verwüstung durch Erdbeben und Tsunami.



Wir wollen Euch weiter auf diesen Seiten auf dem Laufenden halten, was
mit den beiden Familien passiert. Schaut also von Zeit zu Zeit mal rein
.
Wer den obigen Projekten weiter "unter die Arme" greifen möchte, kann dies gerne tun. Kontaktiert uns bitte
unter

oder Telefon direkt: +56 9 7-762-7187 (Olaf) +56 9 8-9738969 (Jammie),
damit wir Euch die entsprechenden Auskünfte und oder Kontodaten im Falle einer finanziellen Spende zukommen lassen
können. Finanzielle Hilfen für die jeweiligen Projekte werden anonym dargestellt.
Per Paypal Button kann man auch spenden. Dabei sollte man folgendes bedenken:Jede Spende an Paypal
"verliert" 1.9%(aus Europa) oder 3,9%(Rest der Welt plus 35 Cent auf dem Weg zu uns, bei kleinen Spendesummen
macht das ganz schön was aus. Zum Beispiel: wird 1 €
gespendet, kommen im Extremfall nur 61 Cent an. Natürlich relativiert sich
das bei größeren Summen, bei 100 €
Spendensumme kommen immerhin noch 95,75(Rest der Welt) bis 97,75 €(aus Europa) an. Wem also
Kontoüberweisung zu umständlich oder langwierig ist,
kann direkt per paypal DONATE zahlen. (Siehe "Spendenknopf "
in nächster Zeile).
| Hilfsprojekt 1 ( schnelle Hilfe für Alberto Araneda) GESAMT (bis 03.08.2010; 12:00 LCL):
1.050.000 CLP |
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| Hilfsprojekt 2 ( Behelfsunterkünfte für Familien Arias - Avila) GESAMT (bis 03.08.2010; 12:00 LCL):
2.420.243 CLP |
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